Stellungnahme zur geplanten Erweiterung Gewerbegebiet Eichkoppel

Der Fraktionsvorsitzende der SPD in Gettorf, Kurt Arndt, erklärt nach der Einwohnerversammlung am 29. September 2020: „Das Ausweisen eines neuen Gewerbegebietes, also die Erweiterung der Eichkoppel, stellt für die Gettorfer SPD-Fraktion in erster Linie eine Investition in die Zukunft dar. Da sich die Verkaufspreise der fertigen Gewerbeflächen an nichts anderem als an die zum Zeitpunkt des Verkaufs marktüblichen Konditionen orientieren können, nehmen wir billigend in Kauf, dass die erzielten Verkaufserlöse die tatsächlichen Erstellungskosten, also Ankauf und Erschließung, nicht vollumfänglich decken werden. Steigende Steuereinnahmen sowie eine allgemeine Erhöhung der Attraktivität der Gemeinde werden diese rechnerische Deckungslücke jedoch mittelfristig kompensieren.“

Der stellvertretende Gettorfer Bürgermeister, Joachim Wendt-Köhler, führt weiter aus: „Gern nimmt die Gettorf SPD das Ansinnen der örtlichen Initiativgruppe (IZH) auf und unterstützt eine möglichst naturnahe Gestaltung der neu zu schaffender Fläche. Zur Sicherstellung dieses Vorhaben sollten mindestens 8 Prozent der nach erfolgter Erschließung zur Verfügung stehenden Verkaufsfläche als Gemeinschaftsflächen, also als Wanderweg, Rückzugsgebiete, Abstandsflächen zur bestehenden Wohnbebauung und ähnlichem, reserviert werden.“

Kurt Arndt weiter: „Die Gettorfer SPD-Fraktion spricht sich dafür aus, dass die im Planungsgebiet aktuell noch als zur landschaftlichen Nutzung ausgeschriebene Fläche in ihrer Gesamtheit in das neue Gewerbegebiet einfließt. Sollten die hier aktuell noch in Privatbesitz befindlichen Flächen auf Wunsch des Eigentümers hierfür nicht zur Verfügung stehen, so verbleiben diese Fläche dauerhaft in der landwirtschaftlichen Nutzung, werden also nicht in die Überplanung mit einbezogen. Bei einem späteren Verkauf der Gewerbeflachen werden im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten diejenigen Kaufinteressent*innen bevorzugt, die sich für eine möglichst naturnahe und nachhaltige Nutzung aussprechen, beispielsweise mit Gründächern oder mit regenerativen Energiekonzepten.“

Gettorf, 30.09.2020